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Guter Mensch - Freundschaft, was ist das?

Sun Apr 20, 2008, 1:43 PM
Kann es mir jemand beantworten?
Ich würde gerne ein guter Mensch werden und würde gerne aus diesem Grund wissen was genau ein guter Mensch ist.
Wie denkt ein guter Mensch?
Wie handelt eine solche Person?
Ab wann ist man gut oder schlecht?...

Ich denke um ein guter Mensch zu werden, muss man wissen, was gut und was schlecht ist.

Das Gute sind die allgemeinen moralischen Werte, die anzustreben sind. Sie sind wünschenswert und richtig... doch hilft einem diese Erklärung weiter?
Wenn man nun weitere Erklärungen durchliest, folgen im Bezug auf GUT Worte wie: Freundschaft, Ehrlichkeit, Treue und Fleiß wie auch Gesundheit, Kraft, Wohlstand und Schönheit.
Ich denke die Schönheit ist nicht sonderlich bedeutent, so kann ein wunderschöner Mensch doch innerlich hässlich sein...
Wohlstand ist ebenfalls, wie es mir scheint, nicht sonderlich wichtig. Müssten denn sonst nicht alle Menschen mit Geld, gut sein?
Gesundheit ist wohl etwas, was man guten, nein allen Menschen wünscht, doch ist dies auch kein Anzeichen eines moralisch guten Menschen.

Ich denke, ehe ich hier weitere Begriffe ausschließe, widtme ich mich denen, die für mich hier entscheident sind.
Freundschaft, Ehrlichkeit, Treue und Fleiß...

Doch was verbirgt sich hinter solchen Begriffen?

Freundschaft bezeichnet eine positive Beziehung und Empfindung zwischen zwei Menschen, die sich als Sympathie und Vertrauen zwischen ihnen zeigt. In einer Freundschaft schätzen und mögen die befreundeten Menschen einander um ihrer selbst willen. Freundschaft beruht auf Zuneigung, Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. Umgangssprachlich werden freundschaftliche Beziehungen nach dem Grad ihrer Stärke abgestuft: Die schwächste Form ist die positiv empfundene "Bekanntschaft". Herausragend ist "der Freund fürs Leben", eine Formulierung, die eine sehr intensive und bedingungslose Bindung andeutet, der auch lange Trennungen nichts anhaben können. Ihre stärkste Form zeigt sich in der Selbstaufopferung zugunsten des anderen.

Wenn man dies alles unter anderen Gesichtspunkten betrachtet könnte man die Freundschaft in 3 Arten teilen.

1. die Nutzfreundschaften. Sie würden nur geschlossen, solange die Beteiligten aus welchen Motiven auch immer voneinander profitierten.
2. Die zweite Gruppe stellten die Zweckfreundschaften dar: Man geselle sich auch in der Freizeit aus freien Stücken zueinander, um einen bestimmten Zweck zu verfolgen, so wie z.B. Fußballer, die sich zum Fußballspiel träfen, und im Zuge dessen miteinander Zeit verbrächten.
3. Die dritte Phase zur Kameradschaft sei dann die Freundschaft. Sie sei unter anderem dadurch gekennzeichnet, dass Menschen aus Gründen zueinander kommen, ohne bestimmte Ziele, Zwecke, Nutzen etc. zu verfolgen. Diesen Menschen sei es in ihrer Beziehung zueinander nicht mehr wichtig, ob sie selbst Gewinner oder Verlierer sind; Überlegenheit spielt keine Rolle mehr.

Nach Ferdinand Tönnies ist Freundschaft eine „Gemeinschaft des Geistes“.
Er war der Meinung, dass zwischen den unterschiedlichen Arten von Freundschaften, ein anderes Verhalten zum Vorschein kommt.
So streiten enge Freunde mehr als lediglich miteinander bekannte Personen. Der Grund dafür ist, dass sich enge Freunde einander sicher sind und daher nicht übervorsichtig agieren müssen. Außerdem haben sie mehr Kontakt zueinander, d.h. mehr Reibungsfläche.

Nach Georg Simmel ist Freundschaft ein graduelles Phänomen. Freundschaft fängt für ihn in dem Moment an, in dem sich zwei Menschen bekannt sind. Sie wissen also um ihre gegenseitige Existenz. Von dieser Basis aus können die Menschen verschieden weit in die "Sphäre" des anderen eindringen. Auf der einen Seite hängt die Tiefe und der Umfang des Eindringens von dem ab, was man preisgeben will, und auf der anderen Seite ist diese Grenze in der Freundschaft auch bekannt, so dass der andere diese Grenze nicht einfach überschreiten wird.

Das, was jenseits dieser Grenze liegt, wird als "Reserve" bezeichnet.
Auf der einen Seite gibt man etwas nicht von sich preis, auf der anderen Seite ist da noch etwas, was man der Freundschaft hinzugeben könnte. Auch wenn also im täglichen Umgang diese Grenze nicht überschritten wird, so ist dennoch die Möglichkeit gegeben, die Freundschaft auch auf andere Dinge auszuweiten und so zu vertiefen.

Aristoteles hält Freundschaft nicht für ein graduelles Phänomen, bei dem einem der eine Mensch mehr freund ist als der andere, sondern er kategorisiert die verschiedenen Freundschaften. Als erstes teilt er sie in die "Freundschaft unter Gleichen" und die "Freundschaft unter Ungleichen".

Die Freundschaft unter Gleichen gilt für gleichgestellte Bürger. Man ist einander ebenbürtig. Diese Freundschaft unterteilt er weiter in Nutzen-, Lust- und Tugendfreundschaft. Die Nutzenfreundschaft bringt die Menschen zu einem Zweck zusammen. Fällt dieser Zweck weg, ist die Freundschaft gefährdet. Ähnliches gilt für die Lustfreundschaft, die rein affektiv begründet ist. Diese beiden Arten sind akzidentiell und labil. Stabil dagegen ist die Tugend- oder Charakterfreundschaft. Sie ist die Freundschaft um des Freundes willen. Hier kommt die Maxime, zufolge das Maßhalten der Weg zu einem tugendhaften und erfüllten Leben ist, zum spiel. Sind sich zwei Personen in ihrer Tugendhaftigkeit ähnlich, so ist das die Voraussetzung für die vollkommene Freundschaft. Wie für jegliche Tugend gilt auch für die Freundschaft bei Aristoteles, dass sie durch wiederholtes Handeln zur Gewohnheit werden muss. Man übt die Freundschaft nur im alltäglichen Umgang. Die Teilhabe am Leben des Freundes und damit die räumliche Nähe sind nach Aristoteles für eine Freundschaft unerlässlich .

"Freundschaft" ist nicht nur individuell, sondern auch kulturell geformt. Ein Deutscher definiert in der Regel nur wenige seiner Mitmenschen als Freunde, höchstens einen oder zwei. Ein Nordamerikaner dagegen gewinnt im Laufe seines Lebens immer mehr Freunde. Hier wird eine gute Bekanntschaft meist schon als Freundschaft bezeichnet, im Gegensatz zu der oft tiefgehenden und langfristigen Beziehung, die in Deutschland meist für Freundschaft steht. Kommunikation ist ein wichtiger Teil der Freundschaft; neben der persönlichen Begegnung gehören dazu Telefongespräche und alle Formen schriftlicher Kommunikation.

Ich denke zur Ehrlichkeit muss nicht viel gesagt werden.
Und zur Treue kann man kurz sagen, dass sie die Tugend der Verlässlichkeit eines Akteurs gegenüber einem anderen ist.


Ich glaube mehr muss man hier nicht schreiben um zu sehen, dass es wirklich schwer ist ein guter Mensch zu sein. So verstößt man alleine im wichtigsten Punkt, der Freundschaft, ganz leicht gegen die Werte und Normen.

Wenn man sich das hier alles so betrachtet muss man tief in sich sehen und überlegen, ob das, was man Freundschaft nennt, wirlich Freundschaft ist.
Es gibt viel zu viele Arten von Freundschaften, mehr als man vielleicht denkt und man sollte sich nicht nur im Klaren sein, warum man befreundet ist und was man für eine Freundschaft hat.

Ich hatte schon viele Freunde, einige Freundschaften waren enger, andere wohl eher nur Bekanntschaften, mit denen man etwas mehr verbunden hatte als mit anderen Menschen aus der Umgebung.

Viele Freundschaften (ich nenne es jetzt so) enden schon recht schnell, andere Stück für Stück, wieder andere erst nach Jahren, oder gar nicht.
An einigen hängt man stärker als an anderen. Und selbst wenn man von sich behauptet, dass einem zwei Personen gleich wichtig sind, so benimmt man sich anders.

Vor nicht langer Zeit hatten wir die These aufgestellt, dass man mehr Nähe zu Menschen zu lässt, die einem Wichtiger sind. Zwar ging es bei dieser These um die Ritualien bei Begrüßungen, doch finde ich, ist sie auch hier entscheidend.
Meint ihr, das das stimmt?
Ich denke nicht...
So habe ich zu wohl flüchtigen Freunden, oft mehr Körperkontakt als zu engen Freunden. Habe ich Menschen, die ich als mit mir Verbunden, bezeichne, so gut wie nie Körperkontakt (wie Umarmungen), zu anderen, auch wenn ich sie nur übers Internet kenne und zum ersten Mal sehe,... nun diese lasse ich näher an mich ran. Natürlich umarme ich auch Menschen die mir viel Wert sind und ich wirklich über alles schätze, doch eher selten.
So kenne ich einige, mit denen ich ganz selten schreibe und habe sie dennoch beim ersten Treffen umarmt, umarme aber andere Freunde, mit welchen ich viele gemeinsame Momente (schwere und leichte) hatte selten oder nie.
Woran kann das liegen?
Müsste man nicht gerade diese Menschen emotional und körperlich an sich heran lassen?
Geht es denn auch anderen so?
Ist dies eine komisch verquere Macke meinerseits?
...
Ich denke ich habe Angst, habe Angst, dass wenn ich die Menschen, die schons ehr nah an mich heran getreten sind, zu nah kommen, mich dann wirklich stark verletzen...feige!
Weise ich so oft die Menschen ab, die ich schätze und liebe, weise die Menschen ab, die mir nah sein wollen...
Habe schon oft Beziehungen beendet, weil die Menschen zu nah kamen... das ist krank!
Kenne ich so nette Menschen, die ich so sehr mag und mit denen ich gerne zusammen bin und ich stoße sie von mir, aus Angst sie könnten mich verletzen, doch verletze ich diese mit diesen Handlungen...grausam!
Ich denke der Selbstschutz ist ein Grund wesshalb Menschen schlecht sind... wollen sie sich schützen und lassen dabei außer Acht, dass andere darunter leiden können, dass sie diese Verletzen...egoistisch!
Der Mensch, ist ein Tier, ... nein schlimmer, will er nur, dass es ihm besser geht, handelt so, dass er daraus Vorteile hat, selbst wenn die Handlung noch so sebstlos scheint...verlogen!

Man verletzt und wird verletzt, muss das denn sein? Ist es nicht möglich für Menschen auf einer Ebene zu existieren, auf welcher weder sie noch die anderen verletzt werden?

Ich muss mir im Klaren sein, was ein Freund für mich ist. Ich muss das genau wissen,...um richtig handeln zu können, um die Menschen, die ich als Freunde bezeichne richtig und ihnen würdig, behandeln kann,...behandel. Ich muss es wissen, sodass ich niemanden mehr verletzen kann.
Am liebsten wäre ich ein selbstloser Mensch, doch ist das möglich? Kann ich ausschließlich selbstlos handeln? Oder habe ich immert und immer wieder meinen eigenen Nutzen dabei im Hinterkopf?
Diese Frage zwerfrisst mich, möchte ich unbedingt eine Lösung, ... eine Antwort, doch wer kann sie mir geben?
Gibt es Menschen, die wissen, ... die das verkörpern, was ich anstrebe?

  • Mood: Sadness

Devious Comments

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Boah!!! Reife leistung, Caro!! O.O!!!!

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la ligne droite conduit à la perte de l'humanité...

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ich denke, dass texte, die aus dem herzen sprechen immer gut sind, oder umfangreich, steht doch dann dort nur die wahrheit und die tiefsten empfindungen drinnen.
ich hoffe ich kann in meinem leben noch eine antwort auf diese frage finden und ich hoffe auch, dass vielleicht von nun an andere menschen sich auch gedanken zu diesem thema machen...
:) hoffentlich!!! ^^

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nach dem ich hier den text verfasst habe, habe ich von der uni die aufgabe bekommen freunschaft zu definieren. wie passend wa? OO
es soll nur leider net so umfangreich sein >, <
oneeee!!! dann musst es ja kürzen ó.ò"""

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ja auf knapp 2 sätze XD
ne ist ok, soll nur ne defi für ne hausarbeit sein ^^
achsoooo CX!!! ^^

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jupps ~.~ wir haben das thema begrüßungs ritualien an bahnhöfen oder am flughafen (sind uns noch nicht sicher) und da müssen wir zwischen freunden, familie und bekannten unterscheiden ^^
ahaaaa!! ^^" wie bei den elfen :giggle:

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